Passwort : andreas-bb@gmx.net

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   zauberhaft
   Ulrike



http://myblog.de/andreas-b

Gratis bloggen bei
myblog.de





Trauer

Manchmal bin ich sehr traurig

---

?ber das Knicktor mich lehnend,
Pendelt l?ssig mein Stock
In den ?bereinandergelegten H?nden.
So dicht stehn mir die n?chsten ?hren
Des bald sensendurchsurrten Roggenfeldes,
Da? sie die Stirn mir kitzeln.
Schon br?unen sie sich;
Hell doch sticht ihre Farbe ab
Gegen den gr?nen Heckenzaun,
Gegen den umgrenzenden Wall,
Den roter Mohn,
Blaue Kaiserblumen,
Gelber L?wenzahn,
Wei?e Kamillen
In bunter Malerei
Pr?chtig ?berflochten haben.
Wahrlich, ein reizender Kranz
F?r das gro?e Kornviereck;
Dankbar gewunden
- Ein wenig voreilig scheint mir -
Dem k?nftigen Segen.
Wie still es ist;
Wie die Lerche jubelt,
Wie die scheue Wiesenralle schnarrt.
Friede, deine Himmelsfahne
H?ngt breit und ruhig
?ber meinem Haupte.
H?r ich nicht pl?tzlich vor mir,
Weit hinter dem Getreideschlag,
Schwach, wie aus einem T?lchen steigend,
Den Vorw?rtsmarsch?
Mein Stock pendelt nicht mehr;
Ich recke mich,
Um ?ber die leis im Winde
Spielenden Halmspitzen zu schauen.
Und, keine T?uschung mehr,
?ber den spielenden Halmspitzen
Glitzern blitzende Helmspitzen.
Immer deutlicher klingen
Die t?rkische Trommel,
Die Becken,
Die Tuben.
Voran, auf milchwei?em Hengst,
Den purpurne Ziertroddeln umtanzen,
Der spanischen Schritt geht
Wie der Gaul im Kunstreiterzelt,
F?hrt der Oberst.
Und, eine einzige Linie,
Folgt sein Regiment:
Im Gleichschritt,
Ein wenig h?rbarer
Den linken Fu? setzend,
Im Takte der Musik
Vor den F??en
Das wachsende Brot;
Hinter den F??en
Das zerstampfte Brot,
Die W?ste.
Schrecklich sind der Kriegsbestie
Zerkauende Kiefer;
Aber nie werden sie ruhen,
So lange der Menschen ?verfluchte Rasse?
Die sch?ne Erde bev?lkert.
Nur vorw?rts, Grenadiere!
Kein Zagetreten!
Ihr verteidigt das Vaterland!
?ber euren aufgepflanzten Seitengewehren,
Im r?cksichtslosen Angriff,
Schwebt die Siegesg?ttin,
Hinter ihnen her zieht schnell der Friede.
Doch ach, ist sein Triumph
Der Triumph ewiger Dauer?
---

Andreas
13.9.05 21:20


Eltern

Meine Eltern:

Monsieur de Saint-Fond z?hlte ungef?hr f?nfzig Jahre. Ein geist-reicher Mann, zugleich jedoch von t?ckischem und hinterlistigem Wesen. Mit einem ungez?gelten Hang zu Ausschweifungen ver-band er Grausamkeit und unbegrenzten Hochmut. Er verstand es vorz?glich, Frankreich zu bestehlen, und er z?gerte nicht, Haftbefehle auszuschicken, wenn auch nur die geringste Regung seiner Leidenschaften es verlangte. Infolgedessen schmachteten ?ber 20 000 Personen jeden Geschlechtes und Alters in den ver-schiedenen Gef?ngnissen, mit denen Frankreich ?bers?t ist. Doch unter diesen 20 000 Menschen befindet sich, das schw?re ich dir, kein einziger, der schuldig w?re, so versicherte er mir heiter. D'Albert, erster Vorsitzender des Pariser Gerichtshofes, nahm ebenfalls am Abendessen teil, was mir Noirceuil erst als ich eintrat mitteilte. ?Du schuldest?, so sagte er mir, ?jener Pers?n-lichkeit die gleichen R?cksichten wie den anderen. Vor kaum ei-nem halben Tag war er noch Herr ?ber dein Leben oder Sterben; f?r die Nachsicht, die er dir gegen?ber ge?bt hat, bist du ihm zu Dank verpflichtet; m?gest du dich dieser Verpflichtung nach dei-nem besten K?nnen entledigen.?

Andreas
21.8.05 20:55


Regina

Sie hat mir sehr gefallen in dieser Nacht. Aber mit ihr k?nnte es sehr gef?hrlich werden. Auch f?r t?chterchen und zauberhaft.

Andreas
28.7.05 21:13


Ich bin immer noch unterwegs. ?ber den Tag schlafe ich meist, damit man mich nicht sieht. Nachts versuche ich Geld aufzutreiben. Um mich zu entspannen gehe ich manchmal zu Geb?uden wo ich mal wohnte. Vor kurzem war ich in der N?he von der Wohnung von zauberhaft. Fast h?tte ich bei ihr geklingelt.

Andreas
1.6.05 20:23


Meine Geburtsstadt besteht aus Fabriken, Ru?, Rauch und Bauern. ?ber Tag war kein Mensch auf der Stra?e. Alle arbei-teten in der Fabrik. Nur hin und wieder eine Frau, die wohl einkaufen ging. Es war ein ewiges Sauwetter. Es war kein Wunder, da? meine Mutter sich einsam und verlassen f?hlte, denn mein Vater gammelte monatelang alleine durch die Lande. Weil sie kein Wort deutsch sprach, war sie in diese Schei?stadt gezogen, um meine Ankunft bei einer russischen Schul-freundin abzuwarten. Als der Ehemann ihrer Freundin abhaute, zog diese Hals ?ber Kopf nach Budapest. Weil ich aber fr?her kommen wollte, hielt meine Mutter hier allein aus. An meinen Alten schrieb sie 'ne Karte nach Istanbul, postlagernd. Seine Antwort: Wohne nicht in einer Typhusstadt, komm zur?ck nach Amsterdam! Trotzdem wurde ich noch dort geboren. Gott sei Dank blieb ich nur einige Jahre da. Meiner Mutter Familie, ein altes russisches Adelsgeschlecht, beschwor sie in vielen Briefen, mit mir zur?ckzukehren und meinen Vater in Holland krepieren zu lassen! Doch sie z?gerte, sie liebte meinen Vater; als sie dann doch die Nase voll hatte, waren die Grenzen zu und sie dazu verdammt, ihr noch junges Leben in einem kahlen, kalten, faulig verw?sserten Froschland zu beenden, obwohl sie die Sprache nicht mal verstand. .
In mancher Nacht fliegen Fetzen meiner Jugend durch die Dunkelheit. Dann bin ich wieder in der ru?igen Stadt mit ihren biederen, mi?trauischen Bewohnern, den abgek?mpften Arbeitern, den miefenden Bauern, den schielenden B?rgern, den streitenden Weibern und hinterlistigen Kindern mit ihren Rotz-nasen.

Andreas
26.4.05 16:04


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung